Schleie

​Die Schleie (Tinca tinca) ist in wärmeren verkrauteten Seen, stillen Flussteilen, Kanälen und Kiesgruben mit schlammigem Grund und dichter Bewachsung heimisch. Sie kommt fast überall in Europa vor. Ausnahmen bilden Schottland, Nordskandinavien und Griechenland, auch in Teilen Asiens ist sie mittlerweile verbreitet.​

Diese Fischart gilt als besonders robust, anspruchslos und anpassungsfähig. Sie hält sich vorwiegend im Halbdunkel auf, als Weißfisch ist sie eine Verwandte des Karpfen. Sie ernährt sich vorwiegend von Schnecken, Würmern, Insektenlarven und Muscheln. Der Fisch erreicht häufig eine Größe von etwa 30 Zentimetern mit einem Gewicht von bis zu 1000 Gramm. Selten wird er bis zu 50 Zentimeter lang und 7,5 Kilogramm schwer, die Weibchen sind in der Regel schwerer als die Männchen. Ihre Lebensdauer beträgt bis zu zwanzig Jahre, die Fische werden zwischen dem dritten und vierten Lebensjahre geschlechtsreif, die Laichzeit ist von Mai bis Juli.​

Es ist nicht einfach, diese Fische zu angeln. Als Bodenfresser halten sie sich besonders gern in der Nähe von Seerosenfeldern auf. Häufig lässt sich ihr Standort auch durch aufsteigende Luftblasen erkennen, die sie während des Fressens ausstoßen. Am besten kann eine Schleie mit der Pose gefangen werden. Als Naturköder eignen sich Würmer, Zuckermais, Maden Puppen und Brot. Für diese Fischart besteht keine Schonzeit, das Schonmaß beträgt 26 Zentimeter.​

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